WDR-Stadtgespräch in Beverungen

Auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerkes Würgassen soll Deutschlands einziges Zwischenlager für schwach- bis mittelradioaktiven Müll entstehen. Dafür wird eine 300 mal 100 Meter große Halle direkt an der Weser gebaut. Hier soll Atommüll gesammelt und sortiert wer-den, damit das Endlager Schacht Konrad passgenau befüllt werden kann, erklärt die zuständige Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung. Menschen aus NRW, Hessen und Niedersachsen protestieren:

„Uns wurde eine grüne Wiese versprochen“ aber „wir werden der Atommülleimer für Deutsch-land“.Täglich sollen bis zu zehn Züge und 20 LKW den atomaren Abfall aus ganz Deutschland nach Höxter liefern und später ins Endlager bringen. „Deutschland hat den Atomausstieg entschieden, Kraftwerke müssen abgerissen, der Müll zwischengelagert werden. Dazu dient das Atommüll-Logistikzentrum in Würgassen“, so die Begründung der Behörden.

Eine Bürgerinitiative kämpft gegen den Standort. Warum ist der Standort alternativlos? Wie gefährlich sind die Anlage und die Transporte? Warum kann ein Logistikzentrum nicht direkt am Endlager gebaut werden? Wie ist zu verhindern, dass aus dem Zwischen- ein Endlager wird?

Darüber wollen die beiden Moderatoren Judith Schulte-Loh und Stefan Leiwen (Redaktion: Jörg Brücher und Elke Vieth) mit den Zuschauern und folgenden Gästen diskutieren:

-Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Umweltministerium des Bundes (zugeschaltet)

-Dr. Heinz-Walter Drotleff, BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung

-Hubertus Grimm, Bürgermeister der Stadt Beverungen

-Prof. Martin Hörning, Bürgerinitiative „Atomfreies 3-Ländereck e.V.“

-Jochen Stay, bundesweite Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“ (zugeschaltet)

Einlass ist ab 19.30 Uhr (Eintritt frei). Zuschauer können sich mit Namen, Anschrift und Telefonnummer per E-Mail unter stadtgespraech@wdr.de anmelden. Das Stadtgespräch wird sicher unter den dann geltenden Hygieneregeln stattfinden.