02.11.2022 - Klare Worte im niedersächsischen Koalitionsvertrag

Die zukünftige Rot/Grüne Landesregierung von Niedersachsen findet klare Worte im heute veröffentlichten Koalitionsvertrag und positioniert sich gegen das in Würgassen geplante zentrale Bereitstellungslager/Logistikzentrum Konrad

„Wir begrüßen die Entscheidung des Bundes, den Bedarf für das geplante Logistikzentrum Konrad zu überprüfen. Eine wichtige Grundlage dafür wird das gemeinsam von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen beauftragte Gutachten sein. An der Notwendigkeit bestehen erhebliche Zweifel. Den Standort Würgassen halten wir für ungeeignet.“

Damit findet sich nach dem Koalitionsvertrag der Schwarz/Grünen Landesregierung in NRW nun auch im zweiten betroffenen Bundesland ein unmissverständliches Statement gegen das Vorhaben der Bundesregierung. Zudem findet sich mit Chistian Meyer als Landesumweltminister zukünftig ein bekennender „Würgassen-Kritiker“ an der Spitze des niedersächsischen Umweltministeriums. 

 


Besuch von Minister Karl-Josef Laumann / NRW am 21.10.2022

Im Bild v.l.n.r.: Hubertus Grimm, Matthias Goeken, Dirk Wilhelm, Karl-Josef Laumann, Dr. Maria Siekmeyer
Im Bild v.l.n.r.: Hubertus Grimm, Matthias Goeken, Dirk Wilhelm, Karl-Josef Laumann, Dr. Maria Siekmeyer
Anbei die Pressemitteilung von Minister Karl-Josef Laumann / NRW zum Besuch am 21.10.22 in Beverungen auf Einladung von Atomfreies 3-Ländereck e.V. und dem Bürgermeister der Stadt Beverungen. 

Wir haben die Gelegenheit genutzt und den Minister per Rundfahrt um den Standort Würgassen einen Eindruck der Gegebenheiten vor Ort vermitteln können. Im Anschluss folgte ein einstündiger Austausch im Standort-Arbeitskreis, welchem neben den Bürgermeistern der umliegenden Städte und Gemeinden auch  weitere der Bürgerinitiativen, Mitglieder der Landtage in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen, sowie Abgeordnete des deutschen Bundestags angehören. Der Besuch endete mit einer Pressekonferenz, zu welcher der Minister eingeladen hatte.  

 

Link zur Pressemitteilung des Ministers

Pressemitteilung vom 18.10.2022

Das von der BGZ geplante ZBL/LoK wird deutlich teurer als behauptet. MdB Christian Haase schaltet den Bundesrechnungshof ein.


Nachdem die Gutachten des Öko-Instituts Darmstadt, die den Standort Würgassen befürwortet hatten, offenkundig unter massiver Einflussnahme des BMUV entstanden sind, bestehen auch gravierende Zweifel an der durch die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) angenommenen Wirtschaftlichkeit. Zum Inhalt

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PM 2022-10-18 Kosten Nutzen ZBL_LoK_MdB
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Pressemitteilung vom 05.10.2022

Gehaltvolle Podiumsdiskussion in Lauenförde zum ZBL/LoK,

Kontaktaufnahme zum „Nationalen Begleitgremium“ durch die Bürgerinitiative

 

Am 29.09.22 fand die interessante und wichtige Podiumsdiskussion zum geplanten Atommüll-Lager Würgassen im stark betroffenen niedersächsischen Nachbarort Lauenförde statt. In der zweistündigen Veranstaltung stellten sich Sabine Tippelt (SPD), Christian Meyer (Grüne), Uwe Schünemann (CDU) und Hermann Grupe (FDP) vor der anstehenden Landtagswahl in Niedersachsen den Fragen der Bürgerinnen und Bürger.

 

Im Fazit erklärten überparteilich alle anwesenden Politiker die Ablehnung der Atommüllplanungen am ungeeigneten Standort Würgassen und bekräftigten Ihre Haltung, sich auch im weiteren Fortgang des Entscheidungsprozesses für eine sinnvolle Lösungsalternative einzusetzen. Zum Inhalt

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Das Nationale Begleitgremium (NBG) bezeichnete das Vorhaben ZBL in seinem Jahresbericht 2019 als ein weiteres prominentes Thema im gesamten kerntechnischen Entsorgungspfad. Man wollte die BGZ und alle an diesem Thema Interessierten zu einem fortlaufenden Erfahrungsaustausch einladen und darauf achten, dass die BGZ den Prozess offen und transparent gestaltet.

 

Martin Hoppe, Vorstandsmitglied von „Atomfreies 3-Ländereck e.V.“ nahm das NBG beim Wort und fragte bei der Veranstaltung zum Thema „kommunale Beteiligung“ nach den Stand der Dinge im Fall Würgassen. Dabei zeigte er einige der Defizite am Verfahren auf.  

 

Unser Video ist ein Zusammenschnitt der für das in Würgassen geplante ZBL relevanten Teile der ca. 2 1/2 stündigen Veranstaltung des NBG vom 20.09.2022. Zum Video

 

Die vollständige Aufzeichnung kann im YouTube-Kanal des NBG unter folgendem Link angesehen werden: https://youtu.be/E3ytvf-xuDs


Gelbes W in neuer exponierter Lage von  Bad Karlshafen

Nach einem 3/4 Jahr verließ das erste in der Region installierte große W  am 24.09.2022 den würdigen Platz am Hugenottenturm in Bad Karlshafen - damit verblieb die Installation länger als erhofft am historischen Ort.

 

Waren es seinerzeit die Hugenotten, welche sich gegen die Obrigkeit auflehnten, steht heute eine ganze Region dem Vorhaben der Bundesregierung, das touristisch geprägte Weserbergland zum Umschlagplatz für 90% aller Atomabfälle aus ganz Deutschland machen zu wollen, entgegen.

 

Unser Dank gilt allen Unterstützern, welche dafür gesorgt haben, dass das Wahrzeichen des Widerstands in exponierter Lage installiert werden und dort so lange verbleiben konnte!

 

Umgezogen ist jedoch nicht aufgehoben: Unser W für die Region leuchtet ab jetzt in ähnlich gut exponierter Lage wie zuvor weiter. Damit bleibt die Installation in Bad Karlshafen erhalten und wird durch ein weiteres imposantes Zeichen des Widerstands in Beverungen ergänzt. Und dies wird nicht das Letzte sein



Pressemitteilung vom 22.09.2022

Einflussnahme des Bundesumweltministeriums bei der Standortempfehlung für Würgassen

Die rechtliche Stellungnahme durch den Rechtsanwalt Philipp Heinz aus Berlin fällt nach erfolgter Sichtung vernichtend aus. Zum Inhalt

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Podiumsdiskussion zum ZBL/LoK

Donnerstag, 29.09.2022 - 19.00 Uhr - Lauenförde

 

Was, wenn das Bereitstellungslager kommt? 

 

Podiumsdiskussion im Bürgerzentrum, Hasenstr. 3

 

Inzwischen sind mehr als 2,5 Jahre vergangen, seit die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) den Plan zur Errichtung des Logistikzentrums Konrad (LoK) für 90 % des deutschen Atommülls im touristisch geprägten Weserbergland bekannt gab. Beauftragt hierzu wurde die BGZ vom Bundesumweltministerium (BMUV). Da trotz massivem Widerstand und substanziellen Sachargumenten das verantwortliche BMUV weiterhin an den Plänen für das LoK festhält, muss sich die Bevölkerung im Falle einer rechtskräftigen Baugenehmigung für die kommenden dreißig Jahre auf massive Beeinträchtigungen einstellen

Anlässlich der bevorstehenden niedersächsischen Landtagswahl hat die BI „Atomfreies 3-Ländereck e.V.“ die vier Vertreter der Parteien, welche in den letzten zwei Legislaturperioden an dieser Entscheidung beteiligt waren, bzw. augenblicklich in Verantwortung stehen, zu einer Podiumsdiskussion nach Lauenförde eingeladen. Auch wenn der Widerstand bis zur Entscheidung aktiv weitergeführt wird, sollte das Szenario eines möglichen Lagerbaus betrachtet werden.

In der Veranstaltung werden sich die regionalen Politgrößen MdL Sabine Tippelt (SPD), MdL Uwe Schünemann (CDU), MdL Christian Meyer (B90/Grüne) und MdL Hermann Grupe (FDP) den Fragen der Bürger stellen.  Wir laden alle interessierten Bewohner aus dem Dreiländereck zu dieser Podiumsdiskussion am 29.09.22 um 19:00 Uhr in das Bürger-& Kulturzentrum, Hasenstr. 3 in Lauenförde ein. Selbstverständlich haben die Teilnehmer auch die Möglichkeit eigenständig ihre Fragen an die politischen Landesvertreter zu richten.

 

Im Vorfeld zur Veranstaltung wurden den Politikern folgende Fragen gestellt: 

1.

2017 wurde der TÜV Rheinland beauftragt das Projekt Konrad von der zeitlichen Planung zu durchleuchten. Es erfolgte eine Empfehlung die Einlagerung erneut zu verschieben, in diesem Fall auf 2027. Die Forderung für ein zentrales Bereitstellungslager gab es seitens des TÜV Rheinland nicht. Vielmehr wurde festgehalten, dass trotz der Verzögerung bei der Inbetriebnahme des Endlagers ausreichend Lagerplatz an den bisherigen Zwischenlagern vorhanden ist. Erst eine Empfehlung des Bundesamts für Strahlenschutz besagt, dass ein zentrales Bereitstellungslager eine Entlastung für die Region Salzgitter darstelle, weil dieses Lager nicht zwingend am Endlager entstehen müsse. Sofern ein solches Eingangslager errichtet werden soll, ist vielmehr allein die Anbindung an eine leistungsfähige Infrastruktur von Schiene und Straße von Bedeutung. Es erfolgte die Aufnahme der möglichen Errichtung eines zentralen Bereitstellungslagers im Entsorgungsübergangsgesetz. Das Lager solle eine künftige Option sein, sofern es sich nach Abwägung von Kosten und Nutzen als wirtschaftlich erweisen würde. Eine belastbare Kosten Nutzen Abwägung ist die BGZ bislang schuldig geblieben. Dies dürfte auch der Grund gewesen sein, warum sich das BMUV so vehement gegen das Transportgutachten der Länder gewehrt hat. Durch das Gutachten wurde offensichtlich, dass sich die Einlagerungszeiten nicht verkürzen, ein Zweischichtbetrieb jederzeit möglich ist und somit auch keine vermeintliche Kostenersparnis eintritt. Halten Sie unter diesen Gesichtspunkten das LoK in Würgassen für gerechtfertigt? 

2.

Sowohl Frau Heinen-Esser als Vorsitzende der Geschäftsführung der BGE und spätere Umweltministerin von NRW als auch Herr Jochen Flasbarth als Geschäftsführer der BGZ verkündeten bereits 2018, also deutlich vor dem Standortauswahlverfahren, dass ein zentrales Bereitstellungslager auf keinen Fall in die Region um Salzgitter, bzw. nach Niedersachsen kommen wird. Parallel zu dieser Bekanntgabe wechselte auch Dr. Seeba von der BGE zur BGZ als Vorsitzender der Geschäftsleitung. Wie bewerten Sie das von der BGZ durchgeführte Auswahlverfahren und das Bestätigungsgutachten des Öko Instituts vor diesem Hintergrund? 

3.

Sofern man tatsächlich auf ein zentrales Bereitstellungslager besteht, würden die laufenden Betriebskosten für den Bund durch die räumliche Nähe zum Endlager erheblich günstiger ausfallen, als dies bei Würgassen der Fall ist, da die Abfallverursacher die Kosten der Transporte bis zum Bereitstellungslager übernehmen müssen. Wie ist die Standortentscheidung für Würgassen Ihrer Meinung nach mit dem Inhalt des Entsorgungsübergangsgesetz, unter der Kosten-Nutzungsbetrachtung, in Einklang zu bringen? 

4.

In Würgassen würde die von der Entsorgungskommission (ESK) im Rahmen einer Stresstestbetrachtung empfohlene Distanz von 350m zur Wohnbebauung nicht eingehalten. Anwohner in der Nähe des Bahndamms und Schüler, die täglich den Bahnhof Lauenförde als Schulweg nutzen, wären von den Atommülltransporten betroffen. Die BGZ und auch das BMUV erklären, dass die Transportstudie Konrad für den Standort Salzgitter auf Würgassen übertragbar ist. Welche Maßnahmen würden ergriffen, um auch den Bürgern in Lauenförde annähernd den Sicherheitsstandard zu ermöglichen, welcher den Bürgern im Raum Salzgitter zugestanden wird? 

5.

Das größte Risiko geht künftig von den zehntausenden Atommülltransporten aus. Die marode eingleisige Bahnstrecke wird in dem geplanten Entsorgungszeitraum von 30 Jahren mehrfach instandgesetzt werden müssen. Das würde bedeuten, dass innerhalb längerer Reparaturzeiträume täglich bis zu 100 zusätzliche Lkw als Ersatz für nicht möglich Bahntransporte durch die Ortschaften rollen könnten. Nicht umsonst fordert die ESK einen zweigleisigen Bahnanschluss des ZBL. Nun wurden seitens der BGZ Straßen als Transportstrecke aufgeführt, die es noch gar nicht gibt bzw. die keinen Planungsstatus haben. Welche Maßnahmen müssten Ihrer Meinung nach für Würgassen ergriffen werden, um eine ähnlich gute Infrastruktur wie im Raum Salzgitter zu ermöglichen? 

6.

Der Bevölkerung im Raum Salzgitter wurde eine Entschädigung für die Atommüllbeeinträchtigung bei der Endlagerung in Form des Konrad-Fonds von 100 Millionen EUR zugestanden. Dieses hatte die niedersächsische Landesregierung ausgehandelt und Millionensummen werden seit Jahren ausgezahlt. Allein für das Jahr 2021 z.B. werden 78 Projekte in Höhe von 4 Millionen EUR gefördert. Nutznießer sind z.B. Gesang- und Schützenvereine, Kleingarten- und Schulvereine, Freiwillige Feuerwehren und Sportvereine. Die Ausschüttung soll bis 2043 fortgesetzt werden. Durch das geplante Bereitstellungslager wird der wesentliche Anteil des Risikos auf Würgassen verlagert,

denn ein Logistikzentrum mit zehntausenden Atommülltransporten bei minimalem gesetzlichem Strahlenschutz ist bedeutend unsicherer als die nach Atomrecht zu errichtende Verladehalle am Endlager, welche fast ausnahmslos von wenigen Zügen angefahren werden wird. Wie sehen Sie diese Form der Ungleichbehandlung? 

7.

Die BGZ hat durch die Errichtung des Logistikzentrums einhundert neue Arbeitsplätze angekündigt. Besonders Fachkräfte im Bereich Elektrik werden gesucht. Der Fachkräftemangel macht den ländlichen Strukturen schwer zu schaffen. Durch das LoK wird sich diese Situation verschärfen. Auf der anderen Seite wird gemäß einer Schweizer Studie bei der Atommüllentsorgung besonders der Outdoor - Tourismus leiden. Der Weserbergland Tourismus e.V. geht von Umsatzeinbußen für die betroffenen Betriebe aus, was zu empfindlichen Steuermindereinnahmen für die Städte und Gemeinden führen würde, denn die BGZ als Betreiber des LoK wird keine Steuern zahlen. Sollten die betroffenen Unternehmen im durchweg touristisch geprägten Dreiländereck finanziell unterstützt werden und wie könnten die Steuermindereinnahmen der Städte und Gemeinden kompensiert werden? 

8.

Im Falle eines Unfalls mit Atommüll ist zukünftig die regional ansässige Freiwillige Feuerwehr zuständig. Bei Freisetzung von Radioaktivität kann auch bei schwach- und mittelradioaktivem Müll die Strahlendosis im Umkreis von 250 m deutlich zu hoch und gesundheitsgefährdend sein. Wie soll Ihrer Meinung nach die Sicherheit der Bevölkerung nach der Konzentration des gesamten schwach- und mittelradioaktiven Atommülls auf einen Standort, mit statistisch regelmäßig zu erwartenden Unfällen gewährleistet werden, wenn tagverfügbare Einsatzkräfte kaum bereitzustellen sind? 

9.

Die Region des Weserberglands verliert durch das LoK deutlich an Attraktivität und Zukunftsperspektiven. Der Bund propagiert seit Jahren gleiche Lebensbedingungen für Stadt und Land zu schaffen. Dieses Ziel wird mit der Errichtung und Inbetriebnahme des LoK deutlich verfehlt. Welche Anreiz- und Strukturmaßnahmen sind zu ergreifen, um zukünftig auch junge Familien für die Region des Dreiländerecks zu gewinnen, zumal die Wertentwicklung der Immobilien durch das LoK stagnierend bzw. sogar rückläufig ausfallen könnte?


Pressemitteilung vom 22.08.2022

Zwischenlager, zentrales Bereitstellungslager oder ein Logistikzentrum Konrad?


Diese Frage wurde auch auf der Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative „Atomfreies 3-Ländereck e.V.“ am 18.08.22 im Lauenförder Kulturzentrum mit großem Interesse  diskutiertAuslöser war eine von den regionalen Bundes- und Landesparlamentsvertretern initiierte Pressemitteilung, dass die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) in Würgassen offiziell ein Zwischenlager errichten will. Dies ist insofern überraschend, da die BGZ in der Begrüßungsbroschüre vor mehr als zwei Jahren das „Logistikzentrum Konrad“ als neuen Nachbarn der Bevölkerung vorstellte. Aber spielt der Name tatsächlich eine Rolle und warum erhitzen sich daran die Gemüter? Zum Inhalt

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Jahreshauptversammlung am 18.08.2022

Am 18.08.22 fand die JHV/Mitgliederversammlung für das Jahr 2021 von Atomfreies 3-Ländereck e.V. statt. Vierzig Mitglieder des Vereins sind der Einladung des Vorstands gefolgt und nahmen an der Veranstaltung teil. 

 

Die Ausführungen des Vorstands bezogen sich vor allem auf die Darlegung der Arbeit der BI und die Entwicklung des Vereins. Dabei konnten viele Erfolge beim Ziel das ZBL in Würgassen zu verhindern aufgezeigt werden. Zufrieden konnte auch auf die positive Entwicklung des Vereins hingewiesen werden. Sowohl die Anzahl der Vereinsmitglieder als auch die finanziellen Mittel können Zuwächse verzeichnen. Damit ist u.a. eine angemessene Rechtsvertretung für die Interessen der Mitglieder möglich. 

 

Erfreulich ist zudem, dass Änderungen der Vereinssatzung, welche den Mitgliedern mehr Beteiligung bieten, einstimmig verabschiedet werden konnten. So hat der Verein jetzt ausschließlich ordentliche Mitglieder, welche bei Entscheidungen der Mitgliederversammlung stimmberechtigt sind. Zuvor dem Verein beigetretene Fördermitglieder ohne Stimmrecht werden fortan als ordentliche Mitglieder geführt. Sie erhalten dadurch mehr Rechte, ohne Pflichten übernehmen zu müssen. 

 

Auch geändert wurde die Unterscheidung zwischen dem geschäftsführenden Vorstand und dem erweiterten Vorstand (Beirat) bei der Abstimmung über Vorstandsbeschlüsse. War der erweiterte Vorstand (Beirat) bis dato laut Satzung hierbei nicht stimmberechtigt und konnte lediglich eine beratende Funktion ausüben, erhalten die vier Mitglieder des Beirat fortan Stimmrecht und sind dem geschäftsführenden Vorstand (ebenfalls vier Personen) bei der Abstimmung über Beschlüsse gleichgestellt. 

 

Der Vorstand bedankte sich am Ende der Veranstaltung bei allen Anwesenden und Unterstützern des e.V. für die geleistete Arbeit und die rege Beteiligung bei den Aktivitäten des Vereins. Die Sitzung wurde nach ca. 1 1/2 Stunden geschlossen. Im Nachgang fand ein offener Austausch zu aktuellen Themen statt. 


Pressemitteilung vom 11.08.2022

Weserbergland Touristik e.V. spricht sich gegen das Atommüllzwischenlager Würgassen aus!

 

Das Brandenburger Tor hat eine Höhe von ca. 20 Meter ohne Quadriga. Die Entfernung vom Brandenburger Tor bis zum Reichstag beträgt ca. 281 Meter. Man stelle sich vor, um die beiden Bauwerke würde eine Betonhalle gebaut. Diese Halle ist kein temporäres Verhüllungskunstwerk alla Christo, sondern dient dem täglichen An- und Abtransport über die nächsten 30 Jahre. Schöne Aussichten, insbesondere für die Gäste im Hotel Adlon visavis der Megahalle. Ob sie im Reisefazit sagen „Berlin, immer eine Reise wert“?

Zur Pressemitteilung

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Logistikgutachten der Bundesländer ist öffentlich

Stellungnahme der Landesministerien und die Studie als pdf
Stellungnahme der Landesministerien und die Studie als pdf

— TÜV Nord: Zentrales Bereitstellungslager unnötig und ohne signifikanten Vorteil, Strahlenbelastung und Gefahren mit ZBL höher —

 

Das Logistikgutachten der Bundesländer ist öffentlich. Demnach ist selbst ohne zentrales Bereitstellungslager (ZBL) ein Zweischichtbetrieb im Endlager und somit eine schnellere Einlagerung der Atomabfälle möglich. Ein Umstand, welchen die BGZ immer ausgeschlossen hat

 

Zudem würde ein ZBL laut Gutachten lediglich einen geringen Vorteil bietenmehr als 80% der Atomabfälle für Schacht Konrad könnten sowohl mit, als auch ohne ZBL im gleichen Zeitraum der Endlagerung zugeführt werden. Nur für ca. 15%-20% der einzulagernden Abfälle, das sind ca. 8000 Gebinde welche mehrheitlich in Zwischenlagern der öffentlichen Hand vorhanden sind, ergibt sich die Möglichkeit einer schnelleren Einlagerung im Umfang von 4 - 6 Jahren. Dem gegenüber stehen eine höhere Strahlenbelastung für Personal und Anwohner und höhere Unfallrisiken am Standort des ZBL im vergleichbarem Umfang wie am Endlager selbst.

 

Wir sehen die Kritik der Bürgerinitiative im Gutachten bestätigt. Das Hauptargument der BGZ für ein ZBL, die Möglichkeit einer schnelleren Einlagerung in das Endlager und der damit vermeintliche Zugewinn an Sicherheit, ist durch das Gutachten entkräftet. Zugleich zeigt die Untersuchung des TÜV Nord ein erhebliches Potenzial zur Optimierung an der bestehenden Infrastruktur auf. 

 

Die in den letzten zwei Jahren aufgezeigten Mängel bei der Standortauswahl und des Standorts Würgassen an sich, die immensen Kosten für die Errichtung und den laufenden Betrieb des ZBL, sowie die aktuelle Bewertung durch den TÜV Nord lassen nur einen Schluss zu: Es ist an der Zeit die Planungen in Würgassen zu stoppen und unter Einbezug der Erkenntnisse eine möglichst sichere, umweltverträgliche und kosteneffiziente  Lösung für die Atommüllentsorgung zu erarbeiten

 

Stellungnahme der Landesministerien und die Studie als pdf 


29.07.22 - Stellungnahme zur Pressemitteilung der BGE „Auftag zum Bau einer Umladehalle und eines Pufferlagers auf dem Gelände des Endlager Konrad bei Salzgitter nach höchsten Sicherheitsstandards erteilt“

(https://www.bge.de/.../news/2022/7/745-endlager-konrad/)

 

Das entsprechende Gebäude am Schacht errichtet werden ist wenig verwunderlich und nichts Neues. Jedoch wirft der differenzierte Anspruch an die bauliche Ausführung in Bezug auf die Sicherheit mit Blick auf das in Würgassen geplante zentrale Bereitstellungslager/Logistikzentrum Konrad Fragen auf

Während man im Dreiländereck Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen ein 325m x 125m großes Lager für 60.000m3 Atommüll mangels Tragfähigkeit des Untergrundes auf Pfahlfundamente, mitten im Hochwassergebiet der Weser errichten will und jede Kritik am Auswahlverfahren und den vielfältigen Standortmängeln relativiert, wird die sehr viel kleinere Umladehalle am Schacht Konrad für eben die selben Abfälle u.a. erdbebensicher und nach höchsten Standards errichtet. 

Im Gebäude am Endlager findet dabei nach Anlieferung lediglich eine kurze Eingangsprüfung statt, danach geht es in die kurzzeitige Pufferlagerung (ca. 156 Abstellplätze, bei täglich ca. 40 - 60 angelieferten Transporteinheiten), um bald darauf dem Endlager in 800 - 1300m Tiefe zugeführt zu werden.

Demgegenüber steht eine in Würgassen geplante Lagerhalle für 15.000 Transporteinheiten, welche mittels mehrfach täglichen An- und Abtransporten als einziger, zentraler Umschlagplatz für insgesamt 303.000m3 strahlende Abfälle (90% aller Atomabfälle Deutschlands) fungieren soll.

Zwei Gebäude, der selbe Müll, sehr ähnliche Arbeitsabläufe: einmal Atomrecht, einmal nur Anforderungen laut Strahlenschutzgesetz - dabei beteuert die BGZ doch stets, dass Sicherheit bei der Bundesgesellschaft ganz oben steht. Rechtlich mag das alles korrekt sein, nach technischen Aspekten, der Logik und Sicherheit ist das Handeln mit zweierlei Maßstäben jedoch nicht nachvollziehbar.  


Das gelbe W – nicht nur ein Zeichen des Widerstands

 

Es steht mahnend auf dem Hugenottenturm in Bad Karlshafen und jetzt auch in imposanter Größe auf den Weserwiesen in Beverungen. Schon länger findet es sich an den Heckscheiben unzähliger Autos, steht in etlichen Vorgärten und ziert viele Häuserwände: Wir im Weserbergland sind wachsam und leisten Widerstand gegen das in Würgassen zu Unrecht geplante zentrale Bereitstellungslager für das Atommüll-Endlager Schacht Konrad.

 

---------- Was im März 2020 nach der überfallartig mitgeteilten Entscheidung der BGZ und aus der Not des ersten Corona-Lockdown heraus als Idee zur Meinungsäußerung entstand, ist heute längst etabliert ----------

 

Dabei zeigt sich der gelbe Buchstabe nicht mehr nur als gemeinsames Zeichen des Protest gegen eine willkürliche Entscheidung am Ende einer intransparenten und zudem mangelhaft herbeigeführten Standortauswahl der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung. Vielmehr steht er heute auch für das Erreichte: In den letzten Jahren wuchs eine Region über Grenzen hinweg zusammen: Fünf Kreistage in drei Bundesländern, etliche Kommunen, Städte und Gemeinden verfassten einstimmig und parteiübergreifend Resolutionen gegen das Vorhaben den idyllischen kleinen Ort Würgassen, fernab überregionaler Verkehrsanbindungen, zum zentralen Umschlagplatz für 90% aller Atomabfälle Deutschlands machen zu wollen. Mehr als 12.000 Menschen unterschrieben eine Petition gegen das drohende Atommülllager mit seinen über Jahrzehnte drohenden Atommülltransporten. Viele hundert Menschen nahmen und nehmen an Aktionen und Demonstrationen teil, füllen Infoboxen und stehen an Infoständen auf den Marktplätzen in der Region.

 

---------- Es ist diese Geschlossenheit welche dazu geführt hat, dass sich heute ein breit aufgestellter Dialog vom Dreiländereck aus über Düsseldorf und Hannover bis nach Berlin erstreckt ---------- 

 

Das geplante Lager fand den Weg in den Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung und auch die in NRW jüngst vereidigte Landesregierung hat sich in ihrer Koalitionsvereinbarung äußerst kritisch zum Vorhaben in Würgassen geäußert. Ein von den Landesregierungen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen in Auftrag gegebenes Gutachten bescheinigt dem teuren Vorhaben gar überflüssig zu sein. Eine Bewertung, mit der sich auch die kürzlich an der Weser zu Gast gewesenen Staatssekretäre des Bundesumweltministeriums werden befassen müssen.  

 

---------- Wir wollen Zukunft gestalten---------- 

 

Der Angriffskrieg auf die Ukraine und die damit einhergehende Zeitenwende hat den Aspekt der sicheren Energieversorgung in Deutschland völlig neu definiert. Um uns von Energieimporten unabhängig zu machen, gilt es im Land zur Verfügung stehende Potentiale zur Energiegewinnung zu nutzen. Gleich 27mal findet sich der Begriff Wasserstoff im Koalitionsvertrag der schwarz-grünen Landesregierung in NRW, welche sich darin zum Energieträger der Zukunft bekennt.

 

---------- Fortan steht das W auch für die Möglichkeit der Wasserstoffgewinnung in Würgassen. ---------- 

 

Durch das vorhandene Umspannwerk, die nahegelegene Ferngastrasse, ca. 20 Hektar Freifläche und leicht zugängliches Grundwasser könnte mittels Power-to-Gas-Anlage Erdgas durch Wasserstoff ersetzt und die Stromnetze stabilisiert werden. Dabei zeigt sich der Ort an der Weser als einer von wenigen in NRW, welcher optimale Bedingungen für eine solche Anlage bietet. Das die Menschen im Dreiländereck zudem mittels Prozesswärme und Kraft-/Wärmekopplung günstig und nachhaltig mit Wärme versorgt werden könnten, wäre ein weiteres Plus für die Region. Ein solches Vorhaben stünde obendrein im Einklang mit der touristisch geprägten Region und böte vielerlei Potenzial.

 

„Ein Energiestandort im Wandel der Zeit: Von Deutschlands erstem kommerziell genutztem AKW zur Modellregion erneuerbarer Energie“ - so heißt es neben wir leisten Widerstand fortan eben auch wir wollen Wasserstoff. Zu wertvoll ist der Standort Würgassen um ihn auf Basis einer Verkettung von faulen Kompromissen an Atommüll zu verschwenden. 


Pressemitteilung vom 08.07.2022

Rechtfertigungsversuche der BGZ sind substanzlos

 

Zu diesem Ergebnis kommt die Bürgerinitiative Atomfreies 3-Ländereck und bekräftigt Ihre Forderung gegenüber dem BMUV, die Planungen für den Standort Würgassen sofort einzustellen. Gründe hierfür gibt es derlei viele.

 

In einer Sondersitzung des Umweltausschusses des niedersächsischen Landtags vom 30.6.2022 stellte Landesumweltminister Olaf Lies die ersten Ergebnisse des vom Land Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen beauftragten Gutachtens vor. Demnach ist das in Würgassen geplante zentrale Bereitstellungslager (ZBL) oder Logistikzentrum Konrad (LoK) für die Belieferung des Endlagers Konrad bei Salzgitter nicht notwendig. Zur Presseerklärung

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Pressemitteilung vom 30.06.2022

Im Bild v.l.n.r.: MdL Christian Meyer, Vorsitzender der Bürgerinitiative Atomfreies 3-Ländereck e.V., Dirk Wilhelm Landesumweltminister Niedersachsen, Olaf Lies
Im Bild v.l.n.r.: MdL Christian Meyer, Vorsitzender der Bürgerinitiative Atomfreies 3-Ländereck e.V., Dirk Wilhelm Landesumweltminister Niedersachsen, Olaf Lies

Logistikgutachten der Bundesländer:

Zentrales Bereitstellungslager nicht notwendig!

 

Mit dieser Nachricht überraschte der niedersächsische Landesumweltminister Olaf Lies in einer am Donnerstag, den 30.06.22 eilig anberaumten Sondersitzung des Umweltausschuss Niedersachsen, an der Dirk Wilhelm, Vorsitzender der Bürgerinitiative Atomfreies 3-Ländereck e.V. als Gast teilgenommen hat. Zur Presseerklärung

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Landtag NRW - Wasserstoff als Energieträger der Zukunft

(2/2) Der Koalitionsvertrag NRW ist veröffentlicht. Er enthält das klare Bekenntnis zu Wasserstoff als Energieträger der Zukunft, für den Weg hin zum klimaneutralen NRW. Mehr denn je gilt es technische Alleinstellungsmerkmale von Würgassen zu nutzen, um die Region zu stärken und zu Lösungen der sicheren Energieversorgung beizutragen. 

„Wasserstoff ist unverzichtbar für die Erreichung der Klimaziele. […] Nordrhein-Westfalen soll europäische Vorbildregion und Drehscheibe für die Energietransformation mit Wasserstoff werden.“

Anstatt den Standort Würgassen als Ergebnis  einer Aneinanderreihung von Mängeln und faulen Kompromissen an Atommüll zu verschwenden, gilt es aktuell mehr denn je die positiven Standorteigenschaften zu nutzen. 

Dabei bietet das Gelände des ehemaligen AKW gleich eine Reihe von technischen Alleinstellungsmerkmalen, um mittels Power to Gas-Anlage die Stromnetze zu stabilisieren, Erdgas zu ersetzen und die Region preisgünstig mit Wärme versorgen zu können: Das vorhandene Umspannwerk, eine nahegelegene Ferngastrasse, Grundwasser, ca. 20 Hektar Fläche für Photovoltaik und die umliegenden Wohngebäude als  Wärmesenke sind hierfür ideal. 

Dieses Potential gilt es mit Blick auf die aktuelle Versorgungsstation am Energiemarkt, dem von der Koalition angestrebten Ausbau der erneuerbaren Energien, sowie dem im Koalitionsvertrag erfolgten, klaren Bekenntnis zum Wasserstoff als Energieträger der Zukunft zu nutzen. 


Die Errichtung einer Power to Gas-Anlage in Würgassen stünde zudem mit der Regionalplanung im Einklang. Das Gelände des ehemaligen AKW ist einer von wenigen Standorten in NRW, welcher die Festlegung als Energiestandort trägt. Somit könnte die Wasserstoffgewinnung am „Energiestandort im Wandel der Zeit“ kurzfristig realisiert werden. Das würde Investitionen in die Region bringen, Arbeitsplätze schaffen und stünde zudem im Einklang mit dem Tourismus. So wären z.B. Betriebsführungen für Schulklassen und weiterer Gäste möglich: „Würgassen - von Deutschlands erstem kommerziellen Kernreaktor, zur Modellregion erneuerbarer Energien“ 

Wir sehen den Koalitionsvertrag als eine gute Basis für unsere weitere Arbeit, hin zu einer optimalen Lösungsfindung bei der Atommüllentsorgung und einer besseren Nutzung von Würgassen unter Berücksichtigung der vorhandenen Standortstärken. Unsere Anstrengungen sind darin mit gutem Ergebnis eingegangen.



Überraschendes Ereignis bei der Vergabe der Ministerposten in NRW


Mit Oliver Krischer zieht  jemand ins MU, der sich aufgrund der Hochwassergefahr und der schlechten Verkehrsanbindung von Würgassen in der Vergangenheit klar gegen das an diesem Ort geplante ZBL/LoK ausgesprochen hat! 


Atomfreies 3-ländereck e.V. konnte Herrn Krischer schon mehrfach von den Mängeln der Standortfindung und des Standorts selbst in Kenntnis setzen und stand diesbezüglich mit ihm, auch vor Ort, im Austausch.  



Pressemitteilung vom 23.06.2022

Der Koalitionsvertrag NRW ist veröffentlicht. Unsere Anstrengungen der letzten Monate sind darin mit gutem Ergebnis eingegangen.
 

Nachdem bereits im Koalitionsvertrag der Ampelregierung im Bund die Standortfindung für das zentrale Bereitstellungslager (ZBL) / Logistikzentrum Konrad (LoK) thematisiert wurde, findet sich nun auch in NRW das Bestreben der Koalition nach einer transparenten und qualifizieren Standortauswahl für das ZBL/LoK wieder. Zur Pressemitteilung

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Landtag NRW - Koalitionsvertrag veröffentlicht

(1/2) Der Koalitionsvertrag NRW ist veröffentlicht. So findet sich hierin nicht nur das Bestreben der Koalition aus CDU und B90/Grüne nach einer transparenten und qualifizieren Standortauswahl für das zentrale Bereitstellungslager / Logistikzentrum Konrad, sondern auch der Wille der Landesregierung Atommülltransporte zu minimieren, wieder. Allein die mangelhafte Herleitung der Standortentscheidung Würgassen und die laut Gutachten vermeidbaren 14-21 Mio Frachtkilometer per Diesellok und LKW setzen dabei ein großes Fragezeichen hinter Würgassen.

Damit ist eine gute Basis für unsere weitere Arbeit und die aller Beteiligten in der Politik gesetzt. Wir schauen mit Zuversicht auf die weitere Entwicklung in der Sache und setzen unsere Arbeit unermüdlich fort.
   

 


22.06.2022 - gemeinsame Infoveranstaltung der SPD im Dreiländereck

- Inhaltsstarke und gut besuchte Informationsveranstaltung in der Stadthalle Beverungen -

Gerne waren wir am 22.06.22 beim von der SPD im Dreiländereck länderübergreifend organisierten Infoabend mit dem Thema „zentrales Bereitstellungslager“. Dabei konnten wir den interessierten Zuhörern neue Einblicke in der Sache geben und bisher unbenannte Informationen vermitteln. Nicht zuletzt, da sich sowohl Mitglieder der Landtage in Hessen und Niedersachsen, als auch Vertreter der Bezirksregierung Detmold unter den Anwesenden befanden, war dies eine erneute Möglichkeit die Mängel des Verfahrens „nach oben“ zu vermitteln.

 

Unser Dank gilt den Organisatoren, welche dies ermöglicht haben!

24.05.2022 - Besuch aus Berlin

Staatssekretäre des Bundesumweltministeriums zu Gast in Beverungen - Austausch zum geplanten Atommüll-Lager in Würgassen

 

Nach dem Regierungswechsel kamen die Staatssekretäre des Bundesumweltministeriums am 24.05.22 erstmals nach Beverungen. Der Besuch galt dem direkten Austausch mit den Mitgliedern des Standortarbeitskreis, welchem neben diversen MdBs und MdLs auch Bürgermeister, Lokalpolitiker und Vertreter der Bürgerinitiativen angehören. Die nicht öffentliche Sitzung war geprägt von sachlichen Darlegungen der Mängel des Verfahrens durch die Bürgerinitiativen sowie der partei- und länderübergreifenden Ablehnung des Vorhabens, Würgassen zum zentralen Umschlagplatz für 90% aller Atomabfälle Deutschlands machen zu wollen. Die Staatssekretäre sagten zu den Status Quo des Verfahrens bis zum Herbst nicht verändern zu wollen. Zunächst soll das Logistikgutachten der Bundesländer NRW und NI abgewartet und die entgegengebrachte Kritik geprüft werden.


15.05.2022 - Wasserschloss Wülmersen

Unser „Atommüll-Transport“ wohlplatziert in der Region:

 

Dieses Wochenende ziert er die Eröffnung einer Ausstellung zum Thema Landwirtschaft im Wasserschloss Wülmersen, welches sich unweit an einer der möglichen Transportstrecken vom/zum Zentralen Bereitstellungslager/LoK befindet.



08.05.2022 - Blütenfest Beverungen

Beim Beverunger Blütenfest sind wir nicht nur am Sonntag mit unserem Infostand vor Ort:

 

Auf dem Parkplatz „Am Hakel“ wird bereits jetzt „Flagge gezeigt“. Aktuelles, Infos und die begehrten „W“ T-Shirts gibt es dann am Sonntag ab 12 Uhr an unserem Infostand vor dem NKD unweit vom BGZ-Büro!



Berlin-Fahrt am 29.04.2022

Länderübergreifender Protest gegen das ZBL/LoK in Berlin. Vielen Dank an MdL Matthias Goeken für die tolle Organisation, sowie MdL Uwe Schünemann, MdB Christian Haase und allen Teilnehmer*innen für diesen ereignisreichen Tag!

 


Demonstration am 23.04.2022

Ca. 700 Teilnehmer setzen beim Protestmarsch „Laut gegens LoK“ einen langen und breiten Fußabdruck in die Stadt

„Noch ist nichts entschieden, noch nicht einmal beantragt. Aktuell reduziert sich das Vorhaben ‚Zentrales Bereitstellungslager‘ lediglich auf eine Idee, welche realisiert werden soll. Mehr nicht - jedoch auch nicht weniger“ 

 

Mit diesen Worten eröffnete Dirk Wilhelm, Vorsitzender vom Verein Atomfreies 3-Ländereck seine Rede, in der er noch einmal die Mängel und Defizite, sowie bisher unveröffentlichte Fakten zum ZBL und nicht zuletzt auch auf die positiven Möglichkeiten am Standort Würgassen einging. 

 

Vorausgegangen war ein eindrucksvoller Protestmarsch von Lauenförde aus über die Weserbrücke durch Beverungen. Dieser wurde von einem „Atommüll-Transport“ angeführt. Ca. 700 Teilnehmer zählte die Polizei, welche zur Verkehrssicherung vor Ort gewesen ist.

 

Als Gastredner bei der Abschlusskundgebung auf dem Sportplatz am Hakel konnten Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm, der stellv. LR des Landkreis Holzminden Gerd Henke, MdB Christian Haase (CDU), MdB Robin Wagener (B90/Grüne) und MdB Johannes Schraps (SPD) begrüßt werden. Diese sprachen über ihre politische Arbeit in der Sache, sowie über weitere Hintergründe rund um das Vorhaben. Dabei fanden die Redner auch immer wieder lobende Worte für die kompetente und engagierte Arbeit der BI.

 

Zum Abschluss ließen „Die Kellergeister“ es dann noch einmal richtig krachen und sorgten mit einem knapp einstündigen Konzert für einen stimmungsvollen Abschluss der Veranstaltung.

 

Der Vorstand des Vereins Atomfreies 3-Ländereck bedankt sich bei allen Teilnehmern für diesen sehr erfolgreichen Tag und die insgesamt gelungene Protestaktion in geradezu familiärer Atmosphäre! 

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☢️ Bereitstellungslager für Schacht Konrad ☢️

 

Willkürliches Auswahlverfahren, Vorgaben der Entsorgungskommission des Bundes (ESK) und des Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) werden missachtet, Standortmängel werden ignoriert:

Das alles ist nicht nur die Einschätzung durch uns als Bürgerinitiative. Mit Prof. Dr. Klaus Töpfer und Jürgen Trittin sprechen gleich zwei ehemalige Bundesumweltminister aus völlig unterschiedlichen politischen Lagern von zerstörtem Vertrauen, sowie vom Vorgehen mit der Brechstange und fordern das Verfahren „Zentrales Bereitstellungslager“ auf null zu setzen. Jürgen Trittin hält den Standort Würgassen aufgrund seiner Mängel gar „für tot“.

 

Dennoch hält die Bundesregierung bis heute am Vorhaben in Würgassen fest. Politisch motiviert, würde die Entsorgung von 90% aller radioaktiven Abfälle Deutschlands damit teurer als nötig und weniger sicher als möglich.

Mit uns kann man‘s ja machen? Von wegen!


Am Samstag, den 23.04.22 wollen wir uns gemeinsam für unsere Rechte gehör verschaffen! Wir haben einen Protestmarsch inkl. „Atommüll-Transport“ organisiert, Gastredner eingeladen, Live-Musik dabei (Punkrock u.a. mit Liedern der Toten Hosen) und noch weitere Überraschungen vorbereitet. Fest steht:

👉🏻 ES WIRD LAUT! Empfindliche Gemüter und Kinder sollten Gehörschutz tragen.


Pressemitteilung vom 12.04.2022

Atommüllzentrum im Tourismusgebiet Weserbergland

Werden Deutschlands beliebteste Radwege künftig aufgrund drohender Atommülltransporte gemieden und Touristen fernbleiben?

 

Durch die Entscheidung der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), direkt im Tourismus- und Erholungsgebiet Weserbergland Deutschlands erstes Bereitstellungslager für ein Atommüllendlager zu errichten, dürfte die ohnehin schon strukturschwache Region über mehrere Jahrzehnte nachhaltig geschädigt werden. Dabei hatte sich das Weserbergland in den vergangenen Jahren gemausert und erfolgreich touristische Strukturen, insbesondere durch attraktive Ziele an den Radwegen entlang der Weser und weiterer Flüsse, aufgebaut.

 

Leider teilen mehrere dieser, als beliebteste Radwege Deutschlands ausgezeichnete, Strecken künftig ein Schicksal: Streckenabschnitte, sogar ganze Tagestouren, verlaufen entlang der Atommüllroute, welche nach dem Willen der BGZ in Kürze an der Weser entstehen soll. Zur Pressemitteilung.

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Faktencheck

  1. Kein Beweis der Notwendigkeit,
  2. mangelhafte Standortauswahl,
  3. ein Ergebnis ohne qualifizierten Vergleich,
  4. vier Ausschlusskriterien gebrochen

Unser Faktencheck belegt belastbar wie willkürlich und wenig verantwortungsvoll das Vorhaben Zentrales Bereitstellungslager / Logistikzentrum Konrad in Würgassen ist. Hier geht es zum Faktencheck.

 


Pressemitteilung vom 22.03.2022

Stellungnahme zur Antwort des BMUV

zur kleinen Anfrage zum geplanten Bereitstellungslager in Würgassen,

BT-Drucksache 20/858

  

Antworten aus dem BMUV sind lückenhaft, unzureichend und zeugen von mangelndem Interesse 

 

Die Antworten aus dem Bundesumweltministerium auf die kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU zeugen von mangelndem Interesse an den vielfach benannten Defiziten der Standortherleitung durch die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) und den vielfältigen Standortmängeln in Würgassen.

 

Diesbezüglich hat die Bürgerinitiative bereits vor einiger Zeit drei Folienpakete zum Faktencheck zusammengestellt, welche unter anderem Steffi Lemke übermittelt wurden und die jetzt unter www.atomfreies-dle.de/fakten öffentlich zugänglich sind.

 

Hier geht es zur Pressemitteilung im Detail.

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Nachruf zum Tod von Jochen Stay

Der langjährige Anti-Atom-Aktivist Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt und Vorstandsmitglied der von .ausgestrahlt initiierten stiftung .atomerbe ist tot. 

 

In einer Pressemitteilung teilt .ausgestrahlt das Unfassbare mit (siehe Link unten).

 

Wir sind grade geschockt. Mit Jochen ist ein Mensch gegangen, der es zu jedem Zeitpunkt geschafft hat Dinge sachlich und neutral zu behandeln. Mit ihm geht ein ganz Großer unserer Zeit. Er hinterlässt eine Lücke, welche so schnell nicht gefüllt werden wird. Wir sind bestürzt, traurig, fassungslos. Unser Beileid gehört allen Angehörigen und Weggefährten dieses großartigen Menschen.

 

https://www.ausgestrahlt.de/.../uebe.../jochen-stay-ist-tot/


Pressemitteilung vom 14.01.2022

Logistikgutachten: Mangelndes Vertrauen in den Bund


Die Diskussionen um die Errichtung eines zentralen atomaren Bereitstellungslagers in Würgassen für das Endlager Konrad in Salzgitter gehen weiter.

 

Hierzu fand am 13.01.22 eine Videokonferenz auf Einladung der Landesregierungen Niedersachsen und NRW statt. Erfreulich ist, dass neben den Ministern Olaf Lies und Karl-Josef Laumann, den Vertretern des Landtages, den regionalen Politikern und kommunalen Vertretern auch die Bürgerinitiativen teilnehmen konnten. Zum Inhalt


Pressemitteilung vom 13.01.2022

BGZ stapelt bei Hochwassergefahren bewusst tief - wenig transparente Information der Öffentlichkeit durch die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung

 

Aktuell spricht die BGZ in Bezug auf die Publikation der Hochwassergefahren am Standort Würgassen von „billigen Aktionismus“. Damit begeht die in Essen angesiedelte GmbH im Eigentum des Bundes erneut den Fehler, die Öffentlichkeit beim Thema wenig verantwortungsvoll zu informieren. Für uns Anlass genug, für eine wissenschaftliche Darlegung von Fakten zu sorgen.

 

Laut Auskunft der Bezirksregierung Detmold auf Anfrage von Atomfreies 3-Ländereck e.V. basiert die unten abgebildete Hochwasserkarte „HQextrem“ auf einer angenommenen Ablaufwassermenge von 2332 Kubikmeter pro Sekunde, was dem Pegel eines 1.000jährigen Hochwassers entspricht. Das von Prof. Dr. Jürgen Jensen erstellte Hochwassergutachten im Auftrag der BGZ fußt derweil auf einer angenommenen Ablaufwassermenge von 2880 m3/s, was dem Pegel eines 10.000jährigen Hochwasserereignisses entspricht. Das Gutachten der BGZ benennt dabei eine Überflutung von lediglich 15cm auf dem Gelände des ehemaligen AKW Würgassen und die BGZ beteuert, dass für dieses Szenario die Standortsicherheit hergestellt werden wird. Zuletzt äußerte der Bereichsleiter der BGZ, Herr Dr. Drotleff, in der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hofgeismar am 25.10.21, dass allein durch gießen der Bodenplatte für das ZBL/LoK die Hochwassersicherheit hergestellt sei.

 

Dabei ist diese Aussage ein erneutes Beispiel dafür, wie wenig transparent die Informationspolitik der Bundesgesellschaft ist. Gilt diese Aussage doch nur für das Areal des ehemaligen Kernkraftwerks, welches bereits in den sechziger Jahren aufgeschüttet wurde und lediglich einen kleinen Teil des geplanten Baugeländes umfasst.

 

Was die BGZ weder im Gutachten, noch in den zugehörigen Pressemitteilungen benennt, zeigt die Fotomontage der BI Atomfreies 3-Ländereck e.V.. Bereits bei der günstigeren Annahme eines 1000jährigen Hochwassers zeigt sich, dass nahezu die Hälfte des geplanten Atomlagers eine Überflutung bis zu 50cm und weitere Nebeneinrichtungen wie Gleisanlagen, die Hauptpforte, der Lokschuppen und ein Werkstattgebäude bis zu einem Meter überflutet würden. Dabei ist der berücksichtigte Ablaufwert ein Beleg dafür, dass die in der von der BI verwendeten Karte aufgezeigten Überflutungen bei der BGZ-Annahme sogar noch übertroffen würden.

 

Eine um 1,25m erhöht errichtete Schaltanlage für das in Würgassen bereits vorhandene Zwischenlager, unmittelbar am geplanten Baugelände deutet es an: Die Hochwassersicherheit auf dem Gelände nord-östlich des ehemaligen AKW Würgassen wird es nicht so einfach geben. Dieses vor ca. 8 Jahren errichtete Bauwerk wurde auf einem um 1,25m erhöhtem Podest errichtet.

 

Dabei ist die nachgewiesene Hochwassergefahr am Standort ein Ausschlusskriterium beim Standortauswahlverfahren und nur ein Teil der Mängel am Vorhaben "ZBL/LoK Würgassen".

 

Wäre man den vorgegebenen Sicherheitskriterien der ESK gefolgt, hätte der Standort Würgassen für das ZBL/LoK zu keinem Zeitpunkt berücksichtigt werden dürfen.



In der Nacht vom 31.12.21 auf den 01.01.22 wurde das AKW Grohnde für immer vom Netz genommen. Während seiner 36 Jahre dauernden Betriebszeit produzierte der Reaktor radioaktive Abfälle, für deren Entsorgung kein Land der Welt in den vergangenen 60 Jahren Nutzung der Kernenergie ein nutzbares Entsorgungskonzept geschaffen hat. Während der Wasserdampf aus den Kühltürmen in der Silvesternacht versiegte, werden die Abfälle dieses Reaktors hunderttausende von Jahren strahlen

Damit ist die Abschaltung der letzten Reaktoren in Deutschland in diesem Jahr erst der Beginn eines langen Prozesses der sicheren und möglichst umweltverträglichen Entsorgung der radioaktiven Hinterlassenschaften. Dirk Wilhelm, Vorsitzender von Atomfreies 3-Ländereck e.V., nutzte die Gelegenheit um vor Ort auf den drohenden Fehlstart des Entsorgungsprozesses hinzuweisen. Zentrallager entgegen Sachargumente, Politik im Hinterzimmer und Vernachlässigung von Aspekten der Sicherheit prägen das Vorhaben in Würgassen, die versprochene „grüne Wiese“ ist auch sieben Jahre nach den für beendet erklärten Rückbau des 1996 stillgelegten AKW Würgassen weit entfernt

Ein GASTKOMMENTAR von Arno Schelle, Fredelsloh: Atommüll aus Grohnde: "Kein Ende in Sicht"

Silvester machte ich mich auf den Weg nach Grohnde an der Weser, wo das Atomkraftwerk zum Jahreswechsel abgeschaltet wurde. Gemeinsam mit etwa 120 anderen feierten wir friedlich diesen Etappensieg beim lange erkämpften Atomausstieg. Ein Triumphgefühl äußerte niemand und es wäre auch nicht angemessen, dafür bleiben zu viele Atomprobleme auf Millionen (!) Jahre ungelöst. 

 

Ein älterer Teilnehmer erzählte von der Großdemo vom März 1977, die als "Schlacht von Grohnde" in die Geschichtsbücher einging. Ein örtlicher Biobauer stellte seinen Trecker mit Anhänger als Rednertribüne zur Verfügung. Die grünen Politiker Christian Meyer, Miriam Staudte und Helge Limburg erinnerten an die ungelöste Endlagerung, an die Störfälle, die frappierende Kinderkrebsstudie und dankten allen aktiven Menschen verschiedener Berufe, die sich über die vielen Jahre gegen die Atomenergie engagiert haben. Später gab es sogar eine Gedenkminute für bereits in vier Jahrzehnten verstorbene Mitstreiter(innen). Die Schacht-Konrad-Aktiven aus Salzgitter nahmen teil, der Vorsitzender der Bürgerinitiative Atomfreies Dreiländereck, Dirk Wilhelm, warnte vor einem atomaren Dauer-Zwischenlager im nahen Würgassen. 

Kurz vor Mitternacht stimmte man ein "Bye, bye- Atomkraft"-Lied an. Ein symbolischer Abschalthebel wurde auf off bewegt. "Grohnde ist aus!" sangen Menschen verbunden mit guten Neujahrswünschen. Aus einem mitgebrachten Musikgerät schallte das Lied "An Tagen wie diesen" von den Toten Hosen, das mich vor der Kulisse der zwei nun abkühlenden Kühltürme wirklich bewegte. Und als die letzte Strophe "Kein Ende in Sicht" dieser Hymne ertönte, wurde mir die Anmaßung, die Hybris des Menschen angesichts millionenjahrer Strahlenlast für unsere Kindeskinderkinder deutlich. Kein Ende in Sicht, trotz Abschaltung. Enkeltauglich ist Atomkraft nie gewesen, dafür leider ekeltauglich.