Pressemitteilung vom 15.06.2021

Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: D. Wilhelm
Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: D. Wilhelm

Würgassen - Thema in der Bundespolitik


Aktuell kann die Bürgerinitiative Atomfreies 3-Ländereck e.V. einen Erfolg vermelden. Nach intensiver Arbeit in den vergangenen Wochen ist es gelungen, das Thema ZBL/LoK Würgassen in das Bundestagswahlprogramm der GRÜNEN festschreiben zu lassen.

Geht man von den aktuellen Umfragewerten aus, dürfte das Vorhaben der BGZ, Würgassen zum gigantischen Umschlagplatz für sämtliche schwach- und mittelradioaktiven Abfälle Deutschlands zu machen, ein Teil der anstehenden Koalitionsverhandlungen und damit Teil der Regierungsbildung werden.

Download
PM-2021-06-15.pdf
Adobe Acrobat Dokument 271.6 KB


Pressemitteilung vom 08.06.2021

Berlin lässt Staatssekretär Flasbarth weiterhin an der langen Leine agieren, Bundesumweltministerin Schulze will Grundrechte beschneiden


Bei der Atommüllentsorgung sollte nach den Desastern in Morsleben und der Asse alles besser werden. Daher übernahm der Bund 2017 die Verantwortung und der Steuerzahler letztlich einen Großteil der Kosten für die Entsorgung aller radioaktiven Abfälle im Land. Aber ändert sich tatsächlich etwas? Der Staatssekretär des Bundesumweltministerium (BMU), Jochen Flasbarth, scheint weiterhin die altbekannte Strategie der intransparenten „Politik im Hinterzimmer“ und der Realisierung von politisch motivierten Entscheidungen entgegen jeder Kritik zu verfolgen. Dabei scheinen auch altgediente Seilschaften gepflegt zu werden, wie die jüngsten Ereignisse zeigen.

Download
2021-06-08 PM Atomfreies 3-Ländereck e.V
Adobe Acrobat Dokument 86.3 KB


Mit einem Fehlstart in den Atomausstieg ? 

Video mit aktualisiertem Vortrag zum Vorhaben ZBL/LoK


Es geht um die Vorbereitung einer nie dagewesenen Aufgabe unserer Gesellschaft: Mit der Abschaltung der letzten Kernreaktoren in Deutschland beginnt die Aufgabe der verantwortungsvollen Entsorgung der vorhandenen radioaktiven Abfälle. Nach den Desaster in Asse, Morsleben und Gorleben gilt es die Dinge zukünftig besser zu machen. Doch werden wir diesem Anspruch gerecht? 

Die aktuelle Ausführung zum Thema ZBL / LoK für Schacht KONRAD beschreibt die Hintergründe des Vorhabens, dessen Mängel sowie grundsätzlich Anstrebenswertes zur verantwortungsvollen Entsorgung der radioaktiven Hinterlassenschaften aus sechzig Jahren Nutzung der Kernenergie.

Hier geht’s zum Video (Sprungmarken in der Beschreibung beachten):


Video-Empfehlung

Der Schacht KONRAD in Salzgitter ist ebenso wie Gorleben ein Projekt aus den 1970er Jahren und genauso wenig das Ergebnis eines vergleichenden Suchverfahrens. Das Festhalten an diesem alten Eisenerzbergwerk als Atommülllager ist nicht länger hinnehmbar. Trotzdem will die BGE Schacht KONRAD in sechs Jahren in Betrieb nehmen und die SCHWACH- BIS MITTELRADIOAKTIVEN ABFÄLLE Deutschlands dort einlagern. Um Schacht KONRAD zu retten, werden Änderungsgenehmigungen ohne Öffentlichkeitsbeteiligung erteilt, das gesamte Anlieferkonzept unter Einsatz horrender finanzieller Mittel geändert (Errichtung eines ZBL/LoK) und das hoffnungslos veraltete Projekt schön geredet.

Ursula Schönberger, Projektleiterin des Atommüllreports und Wolfgang Ehmke, Pressesprecher der BI Lüchow-Dannenberg erläutern im Video die aktuellen Kritikpunkte, warum das Projekt KONRAD unbedingt aufgegeben werden muss und welche Aktivitäten dazu in der nächsten Zeit geplant sind.

 

SPRUNGMARKEN in der Beschreibung beachten!


Pressemitteilung vom 28.05.2021

[W]ürgassen muss [A]ufpassen!

 

Aktuell fordert ein breites Bündnis zu guter Recht den Widerruf des Planfeststellungsbeschlusses für das Atommüll-Lager Schacht Konrad: Die Umweltverbände BUND und Nabu, sowie das Salzgitteraner Bündnis gegen Schacht Konrad, dem auch der Verein Atomfreies 3-Ländereck angehört, übergaben den entsprechenden Antrag am vergangenen Mittwoch, den 28.05.21 an Landesumweltminister Lies. Die Chancen das veraltete Projekt KONRAD, welches nicht mehr dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik entspricht, zu stoppen sind größer denn je.

Download
2021-05-28 PM KONRAD, ASSE und das ZBL.p
Adobe Acrobat Dokument 163.8 KB


Pressemitteilung vom 27.05.2021

Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: R.Lenzing, T.Schäfer
Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: R.Lenzing, T.Schäfer

Atomfreies 3-Ländereck e.V. meldet drohende Steuermittelverschwendung der BGZ dem Bund der Steuerzahler Deutschland

 

Ungeachtet der zunehmenden Bedenken auf bundespolitischer Ebene und der anstehenden Prüfung der Standortentscheidung der BGZ durch ein von den Landesregierungen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen veranlasstes Gutachten, erfolgte kürzlich die Auftragserteilung der BGZ an die ARGE LoK Würgassen zur ersten Detailplanung des Bauvorhabens ZBL/LoK. Trotz fehlender Zustimmung der zuständigen Bezirksregierung aus Detmold sollen im Vorfeld Tatsachen geschaffen werden. Durch die eilige Erteilung des lukrativen Auftrags wurde nach Ansicht des Vereins Atomfreies 3-Ländereck eine rote Linie überschritten. Die Auftragsvergabe soll nun durch den Bund der Steuerzahler im Vorfeld überprüft werden. 

Download
2021-05-27 PM ZBL_LoK Würgassen Anzeige
Adobe Acrobat Dokument 91.4 KB


Preisübergabe Heimatpreis 2020 am 20.05.2021

Die Stadt Beverungen hat den Heimatpreis 2020 an den Verein Atomfreies 3-Ländereck übergeben. 

Damit würdigt die Stadt das Engagement aller Unterstützer des Widerstands gegen die Pläne des Bundesumweltministeriums, ausgerechnet die idyllische Region Ostwestfalen-Lippe, Nordhessen und Südniedersachen zum bundesweit einzigen Umschlagplatz für 90% aller radioaktiven Abfälle Deutschlands zu machen.

Wir bedanken uns für die Anerkennung unserer Arbeit zum Schutz der Natur und der Menschen in der Region!


WDR Fernsehen - Lokalzeit OWL vom 20.05.2021

TV-Bericht über den Widerstand gegen das geplante ZBL/LoK als Drehscheibe für 90% des gesamten Atommülls Deutschlands - mitten im Dreiländereck NRW/Hessen/Niedersachen. Anwohner, MdB, Bürgermeister und BGZ äußern sich.  


Kein Logistikzentrum mit der Brechstange

 

Neuerliche Kritik aus Berlin am Vorhaben, Würgassen zum zentralen Umschlagplatz sämtlicher schwach- und mittelradioaktiven Abfälle Deutschlands zu machen. Zum  Inhalt


Pressemitteilung vom 12.05.2021

Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: D. Wilhelm,  C. Grascha, MdL, M. Bludau-Kater, Kreisvorstandsmitglied aus Uslar
Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: D. Wilhelm, C. Grascha, MdL, M. Bludau-Kater, Kreisvorstandsmitglied aus Uslar

Ein Jahr „Atomfreies 3-Ländereck e.V.“ - Gegner des „Logistikzentrums“ für Atommüll an der Weser bauen politisches Netzwerk weiter aus 

Zum Inhalt

Download
PM 2021-05-12.pdf
Adobe Acrobat Dokument 357.2 KB


Mahnwache am 03.05.2021 in Göttingen

Vielen Dank für die Einladung an die Göttinger Anti-Atom-Initiative. Martin Ahlborn und Thorsten Schäfer vom Vereinsvorstand "Atomfreies 3-Ländereck e.V." waren mit Redebeiträgen eingebunden.

Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: M. Ahlborn
Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: M. Ahlborn
Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: T. Schäfer, P. Stieber, M. Ahlborn
Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: T. Schäfer, P. Stieber, M. Ahlborn

Die Göttinger Anti-Atom-Initiative und der Verein "Atomfreies 3-Ländereck e.V." veranstalten am 3.05.2021 ab 18:00 Uhr eine gemeinsame Mahnwache am „Gänseliesel“ in der Göttinger Innenstadt, speziell gegen das in Würgassen geplante ZBL/LoK.

 

Göttingen würde vor allem durch die drohenden Atommülltransporte über die Bahnlinien vom Vorhaben des Bundesumweltministeriums, Würgassen zur zentralen Drehscheibe sämtlicher schwach- und mittelradioaktiven Abfälle aus ganz Deutschland zu machen, betroffen sein. 

 

Mit der Aktion bauen wir unsere Kooperation mit anderen Anti-Atom-Initiativen und unseren Wirkungskreis weiter aus. Dies mit dem Ziel, auch die betroffenen Menschen entlang der Transportstrecken über den drohenden Atommülltourismus zu informieren. 


DGB Kundgebung am 01.05.2021 in Uslar

Wir waren dabei! Vielen Dank für die Einladung und Martin Ahlborn und Wilhelm Holz für die Redebeiträge!

Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: M.Ahlborn
Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: M.Ahlborn
Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: W. Holz
Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: W. Holz

„Solidarität ist Zukunft“ 

 

Herzlich möchten wir zur Teilnahme an der Gewerkschaftskundgebung des DGB auf dem Rathausplatz in Uslar einladen.

 

Am 01.05.21 ab 11:30 Uhr werden unter anderem Vertreter der BI „Atomfreies

3-Ländereck e.V.“ als Gastredner zum Thema ZBL/LoK ausführen und mit einem Infostand vor Ort vertreten sein.

 

Der DGB hat für diesen Tag zudem ein breites Programm aufgestellt. Wir bedanken uns für die Möglichkeit der Teilnahme und wünschen allen Teilnehmer*innen eine gute Zeit!


SAVE THE DATES: Atomausstieg - was passiert mit dem Müll?

Am 31.12.2021 geht das AKW Grohnde endgültig vom Netz. Die "Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten" veranstaltet ab Anfang Mai eine 5-teilige Online-Vortragsreihe zum Umgang mit den Abfällen aus dem Rückbau des AKW Grohnde. Die Online-Veranstaltungsreihe beschäftigt sich sowohl mit dem Endlagersuchprozess in der Region um das AKW Grohndeals auch mit den geplanten Atommülllagern in Salzgitter und Würgassen. Auch die Möglichkeit einer offenen Lagerung von freigemessenen Abfällen im stillgelegten Steinbruch Ith wird thematisiert.

 

Die Themen der Veranstaltungsreihe in der Übersicht:

04.05.2021: DER ENDLAGERSUCHPROZESS – Wie gut ist die Suche nach dem sichersten Ort Deutschlands?

18.05.2021: GORLEBEN LEBT – SALZGITTER SOLL LEBEN!

27.05.2021: ATOMARES ENDLAGER IN DER REGION SÜDNIEDERSACHSEN UND OSTWESTFALEN

01.06.2021: ATOMFREIES DREILÄNDERECK!

15.06.2021: STRAHLENDE ZUKUNFT AM ITH?

 

Die Veranstaltungen beginnen alle um 18:30 Uhr. Eine Anmeldung oder ein Passwort, um an der Veranstaltung teilzunehmen, sind nicht erforderlich. Zugangslink https://lecture.senfcall.de/kur-xhh-q9r-oip

Download
flyer_web-final.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.2 MB


Folgenschwerer Bahnunfall

Aktuell ereignete sich in Norddeutschland ein folgenschwerer Bahnunfall, bei dem ein Güterzug in abgestellte Güterwaggons gerast ist.

 

Ein Waggon steht hochkant, ein weiterer wurde auf die Lokomotive katapultiert und liegt obenauf. Dies macht deutlich welche Kräfte hier gewirkt haben.

 

Mag sein, dass die BGZ entgegen der Forderung der Entsorgungskommission die eingleisige Bahnstrecke in der Region um Würgassen als für regelmäßige Atommülltransporte geeignet erachtet. Das Risiko eines Unfalls im Rahmen der über Jahrzehnte geplanten, täglich mehrfach durchzuführenden Gefahrgut-Transporte, maximiert sich mangels Zweigleisigkeit jedoch erheblich. Ebenso wie der Umstand, dass sich mangels Abstand zur Wohnbebauung eine Gefährdung der Anwohner ergeben könnte.

 

Das aktuelle Ereignis zeigt die möglichen Gefahren bei Bahntransporten auf. Bei dem Gedanken an die notwendigen „Wendemanöver“ und ggf. gegenläufig fahrenden Zugverkehr auf den eingleisigen Strecken Ottbergen-Northeim und Holzminden-Kreiensen, inmitten des laufenden ÖPNV, ergeben sich erneut berechtigte Fragen und Zweifel am Vorhaben der BGZ. Wird der Standort Würgassen, fernab der überregionalen Verkehrsadern, der Anforderung und dem Anspruch an Sicherheit für das deutschlandweit einzige, zentrale „Logistikzentrum“ für Atommüll gerecht? Zudem fraglich: Für die Sicherung der Transportstrecken wird die freiwillige Feuerwehr verantwortlich sein. Hier mangelt es an Fahrzeug und Gerät um den Anforderungen von ABC-Einsätzen gerecht werden zu können. Die mangels Infrastruktur oftmals gegebene Nähe der Bahngleise und Straßen zur Wohnbebauung würde bei einem Unfall die Einsatzsituation zudem erheblich verschärfen.

 

Foto/Quelle: Benjamin Nolte/dpa -21.04.21-


Resolution zur Aufgabe des Projekts Schacht KONRAD

Quelle: AG Schacht Konrad e.V.
Quelle: AG Schacht Konrad e.V.

Der Verein Atomfreies 3-Ländereck e.V. unterstützt als eine von insgesamt 77 Anti-Atom-Initiativen die Resolution zur Aufgabe des Projekts Schacht KONRAD.

 

Anbei ein Link zur Pressemitteilung aus Salzgitter mit beigefügtem Dokument inkl. umfassender Begründung. 

 

Download
AMK_Resolution-Schacht-KONRAD_2021-04-08
Adobe Acrobat Dokument 63.8 KB


WDR Fernsehen - Westpol vom 11.04.2021

Die Sendung Westpol des WDR nimmt sich dem Thema ZBL/LoK an. Das Vorhaben der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung im Auftrag des Bundesumweltministeriums, ausgerechnet das idyllische Würgassen im Naherholungsgebiet Weserbergland, fernab überregionaler Verkehrsanbindungen zum zentralen Umschlagplatz für radioaktiven Abfall aus ganz Deutschland zu machen, wird kritisch hinterfragt. 

Die zuständigen Minister Herr Laumann/NRW und Herr Lies/Niedersachsen wollen von unabhängigen Gutachtern sowohl die Notwendigkeit des ZBL, dessen Größe, die Auswirkungen auf den Lagerbetrieb der vorhandenen Zwischenlager und die notwendigen Transporte prüfen lassen. 

Im Bericht kommen neben einem Anwohner, dessen Grundstück dreiseitig mit Sicherheitszaun eingeschlossen werden soll, auch Herr Matthias Goeken, MdL NRW, Herr Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehem. Bundesumweltminister, der Vorsitzende der Bürgerinitiative Atomfreies 3-Ländereck e.V. sowie der Pressesprecher der BGZ zu Wort.


Betr. den Artikel der NW zu unserer Pressemitteilung vom 09.04.21

Bezeichnend:

 Die Argumentation der BGZ als Reaktion mutet abenteuerlich an. „Der Stresstest betrachtet Szenarien außerhalb des normalen Betriebs“. -

Also ist der Schutz der Bevölkerung nicht notwendig? Dann bräuchte es bei AKWs ja auch keine dreifache Ausführung von Sicherheitseinrichtungen wie z.B. redundante Kühlsysteme, da diese ja auch nur für Szenarien außerhalb des normalen Betriebs benötigt werden. Der Stresstest der ESK dient eben genau dem Zweck, den Schutz der Anwohner bei unplanmäßigen Betriebsabläufen sicherzustellen. Dafür braucht es ABSTAND zur Gefahrenquelle. Da nutzt es auch nicht, dass „die gesonderte Betrachtung des Standorts zugesichert wurde.“ Tatsache ist, dass eine Ausbreitungsberechnung bereits zu Beginn des Auswahlverfahrens als Argumentation zur weiteren Berücksichtigung des Standorts Würgassen verwendet wurde, die es zu dem Zeitpunkt nicht gegeben haben wird und auch zum heutigen Zeitpunkt standortspezifisch nicht gibt - das geht aus den in sich widersprüchlichen Antworten  eines Dialogs mit der BGZ bezüglich der Anfrage um Herausgabe der Berechnung hervor.

 

Es bleibt dabei: Die BGZ dreht und windet sich heraus, anstatt den Vorgaben der Entsorgungskommission des Bundes ernsthaft gerecht zu werden. 

 

✊🏻😕 Widerstand stärken - Mitglied werden - atomfreies-dle.de

Quelle: Neue Westfälische
Quelle: Neue Westfälische

Pressemitteilung vom 09.04.2021

Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: P. Stieber
Atomfreies 3-Ländereck e.V, im Bild: P. Stieber

PR-Kampagne statt handfester Information, Sicherheit der Bevölkerung zweitrangig?

Landesregierungen reagieren

Zum Inhalt

Download
2021-04-09 PM_PR Information und Bevölke
Adobe Acrobat Dokument 296.3 KB


Stellungnahme zur Neuaufstellung des Regionalplans OWL für den Regierungsbezirk Detmold - Bereich Beverungen-Würgassen vom 31.03.2021

Download
2021-03-31 Widerspruch Regionalplan.pdf
Adobe Acrobat Dokument 96.1 KB


Pressemitteilung vom 14.03.2021

Würgassen

Wie die aktuellen Ereignisse rund um den Rückbau des ersten kommerziell genutzten Reaktors in Deutschland exemplarisch den hilflosen und kurzsichtigen Umgang mit Atommüll im gesamten Bundesgebiet aufzeigen. Zum Inhalt

Download
PM 20210314 Atommülltransporte NRW - Bay
Adobe Acrobat Dokument 118.8 KB


Videokommentar zur BGZ Broschüre 03/2021


Mahnwache am 07.03.2021 am ehemaligen AKW Würgassen

Es jährte sich der Widerstand gegen das Vorhaben des BMU, das Dreiländereck NRW, Niedersachsen und Hessen zum zentralen Umschlagplatz für 90% des Atommülls aus ganz Deutschland zu machen. Über Jahrzehnte sollen 15.000 Atommüllgebinde mit einem Volumen von 60.000 Kubikmetern nur wenige hundert Meter von den Landesgrenzen zu Niedersachsen und Hessen, im kleinen Ort Würgassen/NRW abgelegt werden.


Insgesamt sollen
 über drei Jahrzehnte 303.000 Kubikmeter Atomschrott aus ganz Deutschland angefahren, sortiert und zum Schacht KONRAD bei Salzgitter abgefahren werden. Wird das Vorhaben durchgesetzt, würde dies zu täglichen Gefahrguttransporten, vor allem durch die Landkreise Höxter, Holzminden, Northeim, Kassel und Göttingen, führen. Die vom BMU und der BGZ getroffene Standortentscheidung, welche entgegen vieler Sachargumente erfolgte, scheint vielmehr von politischen Zusagen geprägt worden zu sein.

Zum Jahrestag des Widerstands gegen das Vorhaben des BMU und der BGZ rief der Verein Atomfreies 3-Ländereck direkt vor dem Haupttor des ehemaligen AKW Würgassen zur Mahnwache auf. Wir sind überwältigt von der Resonanz der Veranstaltung!


Ergebnis der Vorstandswahlen

Die Wahlkommission hat am 26.02.21 das Wahlergebnis der Vorstandswahlen ermittelt. Hiermit  möchten wir das Ergebnis mitteilen. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 90% der ordentlichen Mitglieder, 223 Stimmzettel wurden fristgerecht eingereicht, davon waren 7 Stimmzettel ungültig.

Gewählt wurden:

1. Vorsitzender: Dirk Wilhelm

Stellvertreter: Martin Ahlborn, Martin Hoppe

Kassiererin: Katrin Meyer
Beisitzer: Rainer Lenzing, Thorsten Schäfer, Oliver Stellmacher, Paul Weskamp

Wir sind überwältigt von diesem mehr als deutlichen Votum und bedanken uns in aller Form für den unfassbaren Zuspruch und die große Wahlbeteiligung. Zugleich sind wir uns der Verantwortung des erteilten Auftrags bewusst!


Pressekonferenz des kom. Vorstands vom 12.02.2021

Download
Pressekonferenz des kom. Vorstands der Vereins Atomfreies 3-Ländereck e.V.
Pressekonferenz des kom. Vorstands der V
Adobe Acrobat Dokument 67.5 KB
Download
Siegfried de Witt Rechtsanwalt zur Stellungnahme der BGZ
DeWitt_Runge zur BGZ-Stellungnahme.pdf
Adobe Acrobat Dokument 249.8 KB


Leserbrief zu Artikel in der taz "Wenn die Grünen regieren"

Leserbrief zu Artikel in der taz "Wenn die Grünen regieren"

Würgassen-Waterloo / Würgassen-Gigantismus wird zum neuen Wackersdorf-Waterloo / Atomthema abgefrühstückt ?

 

Ein von vielen in Berlin noch gar nicht bewußt wahrgenommener Stolperstein für eine(n) mögliche(n) grüne(n) Umweltminister(in) wird die geplante gigantische Atommüll-Lagerhalle in Würgassen werden. Es wäre am besten, wenn der mittelradioaktive Müll weiterhin dezentral und ohne große unnötige bundesweite (!) Transportiererei gelagert würde. Stattdessen plant man im Weserbergland am Standort des 1994 stillgelegten AKW eine zentrale, superteure Riesen-Lagerhalle mitten in einem Überschwemmungsgebiet. Dies alles geschieht nur, um Schacht Konrad beim weit entfernt liegenden Salzgitter die Betriebsgenehmigung zu retten. Kann man machen, muss man aber nicht. Das kostet schon jetzt eine enorme Stange Steuergeld. Eine parlamentarische Debatte zu diesem Gigantismus fand im Bundestag bislang noch nicht statt. Der Widerstand der Bürger(innen) in der Region und von bislang fünf Landkreisen im Dreiländereck NRW, Niedersachsen und Hessen wächst täglich.

Und die Grünen ? Die sollten sich vor der Wahl deutlich positionieren und nach der Wahl besser nicht umfallen. Sonst sägen sie an ihrem eigenen Ast, verlieren Wählerstimmen und könnten mit Würgassen ein Waterloo erleben. Aufwachen in Berlin ist angesagt. Was hat die Atomindustrie schon wieder im Weserbergland zu suchen ? Schleicht euch ! Wackersdorf ist nach den jahrelangen Protesten auch gestoppt worden, Gorleben ist nun endlich Geschichte. Und Würgassen wird irgendwann doch noch zur versprochenen "grünen Wiese". Wie lange die Bundes-Grünen wohl noch das Thema verpennen ? Die aktuelle Umweltministerin (SPD) ist auch noch nicht vor Ort gesehen worden. Das Atomthema scheint abgefrühstückt zu sein, dachten die Schlafenden.

Arno Schelle, Fredelsloh


Außerordentliche Mitgliederversammlung am 22.01.2021

In der vergangenen Woche fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Vereins  als digitale 4-stündige Mammutsitzung mit über 170 Teilnehmern und enormem technischen Aufwand statt, die vom Vorstand aus dem  Saal "Bever" der Stadthalle Beverungen  unter Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Prof. Dr. Dr. Martin Hörning durchgeführt wurde. Die Versammlung war nur kurz nach der letzten a.o. MV vor 2 Monaten unter anderem deshalb nötig geworden, da von den ehemaligen Vorstandsmitgliedern sowie deren Umfeld nach deren Rücktritt am 1.10. vehement sofortige Neuwahlen des gesamten Vorstands gefordert wurden.

 

Unser Vorstandsmitglied Martin Hörning betonte während der Versammlung, dass er in seiner über 20 jährigen Tätigkeit in Vereinsvorständen und Gremien meist in leitender Position noch nie erlebt habe, dass ein gut arbeitender Vorstand aus den eigenen Reihen derartig angegriffen und kritisiert wurde und abwechselnd mit dem Vorwurf der Untätigkeit, mangelnder Sacharbeit oder sogar des Eigennutzes konfrontiert wurde. Da dies dem Vorstand die Arbeitsgrundlage entziehe, seien Neuwahlen unumgänglich. Die Briefwahlen werden zur Zeit von einem auf der a.o. MV gewählten Wahlausschuss vorbereitet.



Atomtransporte

Vor kurzem erhielt der Verein Atomfreies 3-Ländereck e.V. die Zusage,  dass er zu den ersten Initiativen gehört, die eine projektbezogene Förderung von der Stiftung atomerbe erhalten, dafür bedanken wir uns sehr herzlich! (https://www.stiftung-atomerbe.de/). Die Entscheidung fiel dann, die Förderung besonders öffentlichkeitswirksam zu verwenden, und den Blick besonders auf den wichtigen Aspekt der Logistik und die mutmaßlichen Transportrouten zu lenken und diese damit ins Bewusstsein der betroffenen ortsansässigen Bürgern der jeweiligen Ortschaften in der Region zu bringen. 

 

Wir danken den vielen Anwohnern der mutmaßlichen Transportstrecken, die bereits heute ihren Protest ausdrücken und auf den "Irrsinn" und die Gefahren aufmerksam machen.

 

"Würgassen wurde in einem fragwürdigen Auswahlverfahren zur Drehscheibe für den gesamten schwach- und mittelradioaktiven Atommüll Deutschlands bestimmt. Ein ungeeigneter Standort in einer der verkehrsmäßig am schlechtesten ausgebauten Regionen Deutschlands für ein Logistikprojekt mit derartigen Ausmaßen, zudem 132 km entfernt zum geplanten Einlagerungsort Schacht  Konrad. Spötter sprechen sogar vom "größten Autobahnring Deutschlands" mit maximaler Entfernungen zu allen Autobahnanschlüssen über kurvige, schlecht ausgebaute Straßen, enge Brückenunterführungen durch zahlreiche Ortschaften direkt vorbei an den Häusern zigtausender Anwohner, so Heinrich Wenisch. "Vielen Betroffen sind wahrscheinlich die Ausmaße und die persönliche Betroffenheit noch gar nicht bewusst."

 

"Wir haben daraufhin für den Verein eine auffällige Plakatierung entworfen und als Plakate produzieren lassen. Entlang dieser mutmaßlichen Transportstrecken möchten wir daher den Focus der breiten Öffentlichkeit auch optisch einerseits auf die z.T. mangelhafte

Infrastruktur und zum anderen auf die immense Zahl an zusätzlichen Atomtransporten lenken, die 30 Jahre lang durch unsere Dörfer rollen

sollen, und die Region und Umwelt durch Millionen zusätzliche Transportkilometer belasten würden. Dadurch möchten wir auch weitere

Mitstreiter motivieren, sich am Widerstand gegen das geplante ZBL zu beteiligen", so das ehem. Vorstandsmitglied Edith Götz.